Streuobstwiese
Naturlehrpfad
Naturlehrpfad
Hier stehen unsere Obstbäume, die im Frühling mit schönen
Blüten und im Sommer mit saftigen Früchten begeistern.
Äpfel, Birnen und Kirschen sind nicht nur lecker, sie sind auch
wichtig für viele Tiere. Bienen sammeln Nektar,
während Vögel die Früchte fressen.
Erntet die Früchte und lasst sie Euch schmecken!
Eine Streuobstwiese ist mehr als nur ein Feld voller Obstbäume.
Sie ist ein lebendiger Ort, der viele Geschichten
erzählt und eine wichtige Rolle für die Natur spielt. Wenn du
das nächste Mal einen Apfel vom Baum pflückst, denk daran,
wie viele Tiere und Pflanzen die Wiese zu ihrem Zuhause gemacht
haben. Schützt und schätzt die Streuobstwiesen –
sie sind wie kleine Schätze unserer Erde!
Auf einer Streuobstwiese leben viele verschiedene Insekten, darunter Bienen, Schmetterlinge und Käfer. Diese kleinen Helfer sind unglaublich wichtig – denn viele von ihnen bestäuben die Blumen der Obstbäume. Wenn eine Biene von Blüte zu Blüte fliegt, sorgt sie dafür, dass sich
die Pflanzen vermehren können. Ohne Insekten gäbe es weniger Obst, das wir essen können!
So kann ein Quadratmeter Obstwiese in einem Jahr ca. 8.000 Individuen von Insekten und anderen Kleintieren
hervorbringen. Dieses Nahrungsangebot zieht viele Vögel und Fledermäuse an, die in den Streuobstwiesen
nicht nur ihre Beute, sondern auch Unterschlupf finden. Ein wesentlicher Faktor für die Artenvielfalt ist auch das Vorhandensein von Totholz, von ein paar abgestorbenen Ästen bis hin zu ganzen Bäumen mitsamt ihren Höhlungen. Arten wie Siebenschläfer, Haselmaus, Igel oder Wiesel sind in größeren Streuobstwiesen meist ebenso zu finden wie Eidechsen, Blindschleichen oder die nächtlich jagenden Fledermäuse. Höhlenbrütende Vogelarten, wie Steinkauz, Wendehals, Spechte oder Gartenrotschwanz finden Brutmöglichkeiten in alten Bäumen oder abgestorbenen Ästen und gleich unter den Bäumen ihr Jagdrevier. Die Larven von Pracht- und Bockkäfern sowie vieler Wildbienen entwickeln sich im morschen Holz der Obstbäume. Im Frühjahr ist der Blütenreichtum der Bäume und der darunter liegenden Wiese Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Insekten, wie Bienen, Hummeln, Käfer und viele Schmetterlinge. Und im Herbst leben wieder andere Arten vom Fallobst oder im Winter.
Auch der Schachbrettfalter oder der Rosenkäfer werden durch den Blütenreichtum der Streuobstwiesen und ihrer Umgebung angezogen. Wespen machen sich über eine herabgefallene Birne her.