Insektenhotel
Naturlehrpfad
Naturlehrpfad
In diesem Insektenhotel finden viele nützliche Insekten ein Zuhause. Bienen, Schmetterlinge und Käfer nutzen die verschiedenen Nischen zum Nisten und Überwintern. Diese kleinen Helfer sind wichtig für die Bestäubung von Pflanzen und die Gesundheit unseres Ökosystems.
Schaut genau hin – vielleicht seht ihr ein paar Gäste!
Ein Insektenhotel schafft Unterkünfte und Nistmöglichkeiten für viele Wildbienen, Lehm- Grab- und Wegwespen. Wildbienen spielen eine bedeutende Rolle im Naturhaushalt. Sie fliegen schon, wenn die Honigbiene kältebedingt noch inaktiv ist. Wildbienen produzieren keinen Honig, stattdessen haben sie eine hohe Bedeutung für die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen. Manche Blütenpflanzen werden nur von ihnen bestäubt. Im Gegensatz zu den Honigbienen, die in Völkern leben, leben Wildbienen meist einzeln (solitär).
Der wirksamste Schutz der Tiere ist die Förderung einer artenreichen Wildflora. Ohne Pollen und Nektar für die Nachkommen können sie nicht überleben. Etwa 560 Wildbienenarten sorgen vom Frühjahr bis in den Herbst für die Bestäubung unserer Blühpflanzen.
Die meisten Wildbienenarten – ca. 75 % – nisten im Erdboden. Sie benötigen offenporige Flächen, Sand und magere Standorte. Wildbienen, die in Hohlräumen ihre Brut ablegen, sind auf Totholz und auch markhaltige Stängel angewiesen. Für den Bau eines Insektenhotels sind vor allem unbehandeltes Hartholz, saubergesägte Bambusröhren, Hohlraum- und Strangfalzziegel und Kisten mit Lehm oder Löß mit sauber vorgeborten Löchern in unterschiedlichen Durchmessern erforderlich. Die einzelnen Arten wählen die ihrer Größe entsprechenden Bohrlöcher für den Nestbau aus. Doch große Insektenhotels machen es Schädlingen leicht, die Brut zu zerstören. Die Konzentration vieler Nistmöglichkeiten auf engem Raum kann so für heranwachsende Generationen eine Gefahr darstellen. In der Natur nutzen Wildbienen meist Fraßgänge von Käfern, die oft verstreut über eine große Fläche liegen und so weniger schnell von Schädlingen gefunden werden.
Baumstämme mit Bohrgängen
Benötigtes Material
gut durchgetrocknetes Hartholz von abgestorbenen Laubbäumen
(Eiche, Esche, Obstbäume, Ahorn oder Buche)
Länge: ca. 30 bis 100 cm
Durchmesser: mind. 15 cm (unterschiedliche Stärken nutzen)
Bohrmaschine und Holzbohrer
1. Entfernen die Rinde des Holzes
2. Bohre Löcher quer zur Faser, seitlich in das Holz
Durchmesser: ca. 0,2 bis 1 cm Tiefe: 5 bis 12 cm
Abstand der Löcher: mind. 1 bis 2 cm
(WICHTIG! Saubere Bohrlöcher, ggf nachschleifen, damit sich die Tiere nicht verletzen. )
3. Platziere das Insektenhotel in der Nähe von Blütenpflanzen
0,5 bis 2 m über dem Boden an einem sonnigen, warmen, windgeschützten Ort (nach Süden / Südosten ausgerichtet)